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Funk- oder Kabelsystem?

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl des passenden Smart Home-Systems, ist die Installation. Soll sie von Fachleuten durchgeführt werden oder erledigst du lieber so viel wie möglich selbst? Dabei ist zu beachten, dass man grundsätzlich zwischen kabelgebundenen und funkbasierten Systemen unterscheidet:

Kabelgebundene Systeme eignen sich vornehmlich für Neubauten und bei Generalsanierungen. Verkabelte Systeme sind zuverlässig im Einsatz – allerdings entstehen durch die Verkabelung auch hohe Investitionskosten. Hinzu kommt die Abhängigkeit von Fachleuten für Installation und Programmierung. Die Nachrüstung bzw. Erweiterung und ein Rück- oder Umbau sind nur mit großem Aufwand möglich.

Funk-Systeme zeichnen sich durch einen geringen Installationsaufwand aus. In der Regel ist dafür auch keine Fachkraft notwendig. Da sie schrittweise aufrüstbar sind, können sie flexibel an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Das gleiche gilt für den Rückbau des Systems. Das ist vor allem für Mieter von Bedeutung. Denn im Falle eines Wohnungswechsels ziehen die Produkte einfach mit um.

Die Investitionskosten kannst du an deinen persönlichen finanziellen Rahmen anpassen und Schritt für Schritt an die Umsetzung gehen. Funk-Systeme sind für Mieter und Eigentümer gleichermaßen geeignet und kommen sowohl für Nachrüstungen als auch bei Erstinstallationen in Frage. Speziell für Heimwerker gibt es Do-it-yourself-Systeme – wie das vielseitige Smart Home-System Smart Friends – die sich durch einfache Montage und intuitive Installation auszeichnen.

Welcher Funkstandard passt zu dir?

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl des passenden Smart Home-Systems, ist die Installation. Soll sie von Fachleuten durchgeführt werden oder erledigst du lieber so viel wie möglich selbst? Dabei ist zu beachten, dass man grundsätzlich zwischen kabelgebundenen und funkbasierten Systemen unterscheidet:

WLAN

Einige Smart Home-Geräte lassen sich über WLAN, das Wireless Local Area Network, steuern. Das ist praktisch, weil in den meisten Haushalten WLAN im Router eingerichtet ist. Die Signalübertragung per WLAN erfolgt über den Frequenzbereich 2.400 MHz und eignet sich besonders für ein durchgängiges Streamen, z. B. für das Home-Entertainment. Aufgrund des hohen Energieverbrauchs ist diese Übertragungsform im Bereich Hausautomation aber recht selten.

Standardbasierte Smart Home-Funksysteme

Hier werden definierte Übertragungsstandards genutzt, die in der Regel auf den Frequenzbändern 868 MHz und 2.400 MHz arbeiten. Das hat den Vorteil, dass Smart Home-Geräte, die den gleichen Standard nutzen, theoretisch untereinander kompatibel sind. In der Praxis ist das nicht immer der Fall, da die Funkstandards von den Herstellern an die Produktanforderungen angepasst werden können, sodass die Kompatibilität mit den Komponenten anderer Hersteller nicht mehr vollumfänglich gegeben ist.

Hinzu kommt, dass nicht nur die Integration der Geräte in den Funk-Standard gewährleistet sein muss, sondern auch, dass die Software zur Steuerung des Smart Home-Systems für alle Komponenten kompatibel ist. Beispiele für standardisierte Funk-Systeme sind etwa ZigBee, Z-Wave und EnOcean.

Bluetooth

Bluetooth verwendet ein Kommunikationsprotokoll im lizenzfreien Frequenzbereich 2.400 bis 2.500 MHz, das mit mobilen Endgeräten kompatibel ist. Aufgrund geringer Reichweite ist Bluetooth weniger für die Hausautomation, sondern vornehmlich für die direkte Kommunikation mit wenigen Endgeräten gedacht. Verwendet wird dieser Funkstandard z. B. bei smarten Kaffeemaschinen, Boxen oder Wearables, wie z. B. Fitnessarmbändern.

DECT

Dieser internationale Standard für die Telekommunikation mittels Funktechnik liegt auf dem Frequenzband 1.880 bis 1.900 MHz. DECT steht für eine hohe Sendeleistung mit großer Reichweite. Besonders verbreitet ist dieser Standard daher in der mobilen Telefonie; vor allem in seiner Ultra-Low-Energy Variante wird er auch im Smart Home-Segment eingesetzt.

Proprietäre Smart Home-Funksysteme

Die dominierende Gruppe der Funksysteme, die proprietären Systeme, sind in der Regel Eigenentwicklungen von Unternehmen. Meist arbeiten sie auf dem regulierten Frequenzband mit 868 MHz. Dabei ist die Kommunikation optimal an die Spezifikationen der jeweiligen Produkte angepasst.

Um keine Insellösungen zu schaffen, kooperieren Anbieter von Smart Home-Lösungen untereinander, sodass ihre proprietären Systeme über Schnittstellen miteinander verbunden werden können. Den Nutzern steht somit eine recht große Produktpalette zur Verfügung. Das Schellenberg Radio System gehört zu den proprietären Funksystemen. Es ist u. a. kompatibel für die Interaktion mit Smart Friends-Produkten.

Das Smart Home-System, Smart Friends, wurde von den Markenherstellern ABUS (Sicherheitslösungen), Paulmann (Lichtlösungen), Schellenberg (Antriebstechnik) und Steinel (Sensorik) ins Leben gerufen. So sind die verschiedenen smarten Lösungen innerhalb eines Smart Home-Systems gebündelt und du kannst über eine App alle Smart Friends-Markenprodukte steuern.

Wenn du langfristig nicht nur einen einzelnen Bereich deines Zuhauses automatisieren möchtest, solltest du auf Insellösungen verzichten, um möglichst breitgefächerte Anwendungsbereiche nutzen zu können. Welches Funk-System am besten zu dir passt, hängt sowohl von der Produktanwendung als auch von der individuellen Einbausituation ab.

Wie sicher sind Smart Home Systeme?

Ein Aspekt, der bei der Auswahl eines Systems nicht vernachlässigt werden sollte, ist die Datensicherheit des Haussteuerungs-Systems, denn der Schutz deiner privaten Daten sollte an erster Stelle stehen. Uninteressant für Hacker sind solche Systeme, in denen die Datenspeicherung nicht auf fremden Servern, sondern lokal auf der Steuerzentrale innerhalb der eigenen vier Wände erfolgt. Solche intelligenten Systeme funktionieren innerhalb des Hauses sogar ohne Internet, weil für die hausinterne Steuerung eine WLAN-Verbindung ausreichend ist. Erst für eine Steuerung von außerhalb des Hauses ist eine bewusste Freigabe des Internetzugangs nötig.